
Buterin: ETH sollte als Wertspeicher bewertet werden, nicht als Token mit Gebührenverbrennung
Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin argumentierte in einem X-Beitrag, ETH sollte als Wertspeicher statt als gebührenverbrennender Token dargestellt werden, wobei EIP-1559 beibehalten werden soll. Er schätzte, dass ein unternehmensartiges Finanzierungsmodell des Protokolls jährlich rund 700.000 ETH erfordern würde, ein Niveau, das laut ihm Zentralisierungsrisiken bergen würde.
Verfasst von der KI-Redaktion von CoinArticle · auf Basis von 2 angegebenen Quellen. So arbeiten wir
Buterins Kernargument
Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin sagte in einem Beitrag auf X, das Netzwerk solle die Rolle von ETH als Wertspeicher höher gewichten als seine Identität als gebührenverbrennender Token. Er sagte, EIP-1559 solle bestehen bleiben, stellte jedoch in Frage, ob Gebührenverbrennungen die Bewertung des Vermögenswerts zuverlässig stützen können. Crypto Briefing datierte den Beitrag auf den 8. November 2026.
Die zentrale Behauptung lautet, Halter müssten sich keine Sorgen machen, wenn die langfristigen Gebührenverbrennungen unter 10 % des Break-even-Niveaus bleiben, was Buterin als innerhalb des breiteren ökonomischen Modells von Ethereum nachhaltig beschrieb. In dieser Sichtweise muss die Verbrennung die neue Ausgabe nicht ausgleichen, damit ETH als Vermögenswert funktioniert.
Die auf Verbrennung basierende Bewertung infrage gestellt
Buterin hinterfragte die Logik, ETH wie ein Unternehmen zu bewerten, dessen wiederkehrende Gebühreneinnahmen seine Marktkapitalisierung stützen. Laut crypto.news veranschaulichte er das Problem an einem Beispiel: jährliche Verbrennungen von 1 Milliarde US-Dollar, mit 4 % abgezinst, würden theoretisch eine Bewertung von 25 Milliarden US-Dollar rechtfertigen. Solche Berechnungen setzen laut ihm voraus, dass die Gebühreneinnahmen auch dann stabil bleiben, wenn der Kurs des Tokens fällt, was er für unzuverlässig hält.
Buterin sagte außerdem, die hohen Verbrennungen von 2021 bis 2023 stammten größtenteils aus spekulativer Aktivität bei NFTs und in der dezentralen Finanzwelt (DeFi). Crypto Briefing berichtete, er halte diese Verbrennungen für eine schwache Grundlage für einen Bewertungsboden. Beide Medien beziehen sich auf dasselbe Argument, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte: Crypto Briefing stellt es als Tatsache der historischen Entwicklung dar, crypto.news als Bedingung, die davon abhängt, dass bereits im Kryptomarkt zirkulierendes Vermögen aktiv bleibt.
Finanzierung und Zentralisierungsbedenken
Die konkreteste Zahl in Buterins Beitrag ist die Schätzung von etwa 700.000 ETH pro Jahr, die ein unternehmensartiges, im Protokoll verankertes Finanzierungsmodell für Forschung und Entwicklung benötigen würde. Crypto Briefing bringt diese Zahl mit der Unterstützung der Marktkapitalisierung von ETH von rund 270 Milliarden US-Dollar durch ein solches Modell in Verbindung. crypto.news beschreibt sie als hypothetisches Finanzierungsszenario, das an einen umsatzorientierten Ansatz gekoppelt ist. Die beiden Berichte stimmen bei der Zahl überein, nicht aber beim Bezug zur Marktkapitalisierung, und keine der Quellen liefert eine Methodik dafür.
Buterin argumentierte, eine aggressive Abschöpfung von Gebühren könne Ethereum in Richtung Zentralisierung drängen und die Frage aufwerfen, wer die Protokollfinanzierung kontrolliert und wie viel Vergütung für Validatoren übrig bleibt. Außerdem sagte er, höhere Gaspreise infolge einer Gebührenmaximierung könnten das Netzwerk für Nutzer weniger zugänglich machen, die private und sichere Transaktionen suchen.
Marktkontext und Angebotsdynamik
Crypto.news berichtete, ETH habe zum Zeitpunkt der Berichterstattung nahe 2.240 US-Dollar notiert. Crypto Briefing berichtete, Gebührenverbrennungen hätten nur etwa 2,07 % der neuen ETH-Ausgabe ausgeglichen, sodass das Gesamtangebot netto gewachsen sei. Beide Medien führen den schrumpfenden Verbrennungsumfang teilweise auf das Wachstum von Layer-2-Netzwerken zurück, die Aktivität von der Hauptkette abziehen. Das Dencun-Upgrade von Ethereum im März 2024 senkte die Kosten auf Layer 2, und crypto.news weist darauf hin, dass dadurch Phasen netto-inflationären Wachstums entstanden sind, in denen die Ausgabe die Verbrennungen nach EIP-1559 übertraf.
Crypto Briefing schreibt, Buterin habe seine Wertspeicher-Einordnung mit der Dezentralisierung und der glaubwürdigen Neutralität Ethereums verknüpft sowie mit der möglichen Attraktivität eines Vermögenswerts, der nicht von einem einzelnen Unternehmen abhängt, während sich KI-getriebene Umbrüche ausbreiten. crypto.news schreibt, Buterin habe außerdem anerkannt, dass tokenisierte reale Vermögenswerte konventionellere Finanzaktivitäten in das Netzwerk bringen könnten, er erwarte jedoch nicht, dass ausgereifte Finanzprodukte die Gebührenhöhe des spekulativen NFT-Handels erreichen.
Was als Nächstes kommt
Buterins Einordnung verschiebt die Kennzahlen, die für ETH zählen, weg von Verbrennungs-Dashboards und kurzfristigen Gebührenspitzen hin zu Dezentralisierung und Governance. Ein Wertspeicher mit netto wachsendem Angebot muss das Halten aus anderen Gründen als Knappheit rechtfertigen, ein Gegensatz zum Modell des festen Angebots bei Bitcoin. Die Schätzung von 700.000 ETH setzt einen Referenzpunkt für künftige Vorschläge, die das Protokoll über die Abschöpfung von Gebühren finanzieren wollen; diese müssen sich nun direkt mit seinem Zentralisierungsbedenken auseinandersetzen.
Warum es wichtig ist
Für Trader
Tägliche Verbrennungs-Dashboards und kurzfristige Gebührenspitzen könnten bei der Beurteilung von ETH an Gewicht verlieren, falls sich die Wertspeicher-Sichtweise durchsetzt.
Für Investoren
Buterins Kurswechsel signalisiert, dass die langfristige Argumentation für ETH eher auf Dezentralisierung als auf Knappheit beruhen könnte, eine These, die sich vom festen Angebot bei Bitcoin unterscheidet.
Für Entwickler
Jeder Vorschlag zur Protokollfinanzierung, der auf eine aggressive Gebührenabschöpfung zielt, wird künftig Buterins Zentralisierungseinwand und seine Schätzung von 700.000 ETH beantworten müssen.
Dieser Artikel dient nur zur Information und stellt keine Finanzberatung dar. Vollständigen Haftungsausschluss lesen.



