
Ehemaliger FBI-Agent gesteht Diebstahl von Krypto-Vermögenswerten im Wert von 2,47 Millionen Dollar aus Ermittlungen
Der frühere FBI-Agent Patrick Steven Yaroch hat sich der Überweisungsbetrügerei und der Geldwäsche schuldig bekannt. Er hatte Wallet-Zugangsdaten aus 35 Ermittlungen der Behörde genutzt, um Kryptowährungen zu stehlen. Laut Staatsanwaltschaft wurden dadurch laufende Fälle und nachrichtendienstliche Methoden gefährdet. Das Urteil ist für den 4. März 2027 angesetzt.
Verfasst von der KI-Redaktion von CoinArticle · auf Basis von 2 angegebenen Quellen. So arbeiten wir
Was die Staatsanwaltschaft vorwirft
Patrick Steven Yaroch, 37, aus Ashburn, Virginia, hat sich am Bundesgericht in Alexandria der Überweisungsbetrügerei und der Geldwäsche schuldig bekannt, wie das US-Justizministerium am Donnerstag mitteilte. Die Staatsanwaltschaft beziffert die gestohlene Gesamtsumme auf rund 2,47 Millionen Dollar, während der Bericht von Decrypt von etwa 2,5 Millionen Dollar spricht. Yaroch drohen bis zu 20 Jahre Haft; die Verurteilung ist für den 4. März 2027 angesetzt.
Laut Staatsanwaltschaft arbeitete Yaroch von 2017 bis Anfang 2025 in der Boston Division des FBI und wechselte danach in die Abteilung für Spionageabwehr und Spionage der Behörde. Dort hatte er Zugriff auf Systeme, in denen während Ermittlungen gesammelte Krypto-Zugangsdaten gespeichert waren. Spätestens ab Dezember 2024 tätigte er rund 100 betrügerische Überweisungen unter Verwendung von Zugangsdaten aus 35 separaten FBI-Ermittlungen. Dabei griff er auf Wallets zurück, die mit Ermittlungsobjekten, staatlichen Akteuren und mindestens einer Wallet verbunden waren, die das FBI für eine Operation eingerichtet hatte. Anschließend tauschte er die Gelder in andere Kryptowährungen um und verschob sie über weitere Transaktionen, um ihren Ursprung zu verschleiern. Einen Teil der Erlöse verwendete er zur Tilgung von Kreditkarten, Autoraten und anderen Darlehen.
Ausmaß des Schadens
Der Sachverhalt, den die Parteien im Rahmen der Schuldanerkennung festgehalten haben, besagt, dass die Diebstähle mehrere FBI-Ermittlungen gegen kriminelle Gruppierungen und staatliche Gegner sowie Quellen und Methoden der Auslandsaufklärung gefährdet haben. Welche Fälle betroffen sind, geht aus dem Dokument nicht hervor. In der Eingabe betonen die Ankläger jedoch weniger die Schadenssumme als vielmehr die Gefährdung laufender Arbeit.
Abweichungen bei den Zahlen
Die Quellen unterscheiden sich darin, wie viel Yaroch tatsächlich bewegt hat. Gerichtsunterlagen, auf die sich das Justizministerium stützt, nennen rund 2,47 Millionen Dollar bei etwa 100 Überweisungen. In der eidesstattlichen Erklärung des FBI hingegen wird festgehalten, dass Yaroch den Ermittlern bei seiner Selbstanzeige erklärte, er habe etwa 10 bis 12 Überweisungen im Wert von weniger als 1 Million Dollar getätigt. Decrypt klärt diese Diskrepanz nicht auf, und beide Darstellungen können nicht zugleich vollständig sein. Die Angabe aus der eidesstattlichen Erklärung ist eine frühere Aussage des Beschuldigten und keine endgültige Feststellung, weshalb die Zahlen aus der Schuldanerkennung bis zur Verurteilung als maßgeblich gelten sollten.
Wie Yaroch aufflog
Laut der eidesstattlichen Erklärung des FBI meldete sich Yaroch selbst. Am 29. Juli brach er in einem Gespräch mit einem früheren Kollegen der Abteilung für Nationale Sicherheit im Justizministerium zusammen und räumte ein, er habe in Bezug auf Krypto-Wallets "sehr schlechte Entscheidungen" getroffen. Anschließend meldete er sich in der FBI-Zentrale selbst. Zur Begründung sagte er, er sei frustriert gewesen, weil die Behörde gegen die Krypto-Konten eines Gegners "nicht handeln konnte oder wollte", und habe deshalb beschlossen, die "Sache selbst in die Hand zu nehmen".
Zwei Tage später durchsuchten Ermittler seine Wohnung und beschlagnahmten eine Trezor-Hardware-Wallet, drei Reisepässe und einen Zettel mit Seed-Phrasen. Die eidesstattliche Erklärung beschreibt sein Kraken-Konto mit rund 188.600 Dollar, überwiegend in US-Dollar und USDC, dazu kleinere Beträge in Squid (QUID) und Bitcoin. Weitere 933.800 Dollar lagen bei Suilend, einem Kreditprotokoll auf der Sui-Blockchain, auf das über die Wallet-App Slush zugegriffen wurde. Ermittler überwiesen rund 925.000 Dollar von diesen Konten auf staatlich kontrollierte Wallets. Die rund 165.600 Dollar, die auf dem Kraken-Konto als US-Dollar gehalten wurden, ließen sich nicht auf die gleiche Weise übertragen.
Geplanter Umzug
Laut Staatsanwaltschaft plante Yaroch außerdem, ins Ausland zu ziehen. Er fragte ChatGPT, wie er seine Anlagegewinne maximieren könne und wo er in der Europäischen Union leben solle. Nachdem der Chatbot ihm den Kauf eines Weinbergs in Portugal empfohlen hatte, erteilte er portugiesischen Anwälten eine Vollmacht, um für ihn eine Steueridentifikationsnummer zu beschaffen. Eine Reise nach Portugal hatte er für September arrangiert.
Warum das wichtig ist
Für Trader
Die rund 925.000 Dollar, die auf staatliche Wallets überwiesen wurden, sind eine Zahl, die kurzfristig im Blick zu behalten ist. Der Fall selbst dürfte die Kurse in den nächsten 24 bis 72 Stunden jedoch kaum bewegen.
Für Investoren
Der Fall zeigt, dass die Verwahrung beschlagnahmter Kryptowerte durch Strafverfolgungsbehörden und der Umgang mit Zugangsdaten ein reales operatives Risiko darstellen. Das könnte mit der Zeit zu verstärkter regulatorischer Prüfung führen.
Für Entwickler
Die Praxis der Verwahrung von Zugangsdaten bei Behörden und Institutionen ist nun als sichtbarer Fehlerfall erkennbar. Teams, die beschlagnahmte oder fremde Schlüssel verwalten, sollten ihre internen Zugriffskontrollen überprüfen.
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