Pariser Gericht verurteilt ehemaligen Holograph-Mitarbeiter wegen Diebstahls von HLG-Token zu fünf Jahren Haft
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Pariser Gericht verurteilt ehemaligen Holograph-Mitarbeiter wegen Diebstahls von HLG-Token zu fünf Jahren Haft

Ein Pariser Strafgericht hat einen ehemaligen Mitarbeiter der Holograph Foundation zu fünf Jahren Haft verurteilt, davon zwei Jahre vollstreckbar, weil er 2024 1 Milliarde HLG-Token im Wert von rund 14 Millionen US-Dollar unrechtmäßig geprägt und transferiert hatte. Das Gericht wies zudem die Forderung der Stiftung auf Schadensersatz wegen des Kursverfalls des Tokens zurück.

8. Nov. 20263 Min. Lesezeit

Verfasst von der KI-Redaktion von CoinArticle · auf Basis von 2 angegebenen Quellen. So arbeiten wir

Das Urteil

Ein Pariser Strafgericht hat einen ehemaligen Mitarbeiter der Holograph Foundation am 6. November zu fünf Jahren Haft verurteilt, von denen zwei Jahre vollstreckt und drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden, und zusätzlich eine Geldstrafe von 600.000 € verhängt. Quellen nennen den Angeklagten im Bericht von Crypto Briefing als Vitaliy K., in der französischen Gerichtsberichterstattung, die Crypto.news über AFP zitiert, als Vitaly K. Das Gericht sprach ihn der organisierten Betrügerei, der Geldwäsche, der kriminellen Verschwörung und des unbefugten Zugriffs auf ein automatisiertes Datenverarbeitungssystem schuldig.

Zwei Komplizen wurden ebenfalls verurteilt, weil sie geholfen hatten, die Token über Börsenkonten zu bewegen. Einer erhielt zwei Jahre Haft, davon 14 Monate zur Bewährung, und eine Geldstrafe von 80.000 €. Der andere erhielt eine zweijährige Bewährungsstrafe und eine Geldstrafe von 40.000 €. Die Staatsanwaltschaft hatte für den Hauptangeklagten fünf Jahre Haft und eine Geldstrafe von 800.000 € gefordert.

Wie sich der Diebstahl abspielte

Die Tathandlungen erstreckten sich von Mai bis August 2024, in dieser Zeit wurden die Prägeregeln für HLG-Token unbefugt verändert. Der Angeklagte nutzte seine frühere Position, um 1 Milliarde HLG zu erzeugen und in eine von ihm kontrollierte Wallet zu verschieben. Die Staatsanwaltschaft bezifferte den Wert der Token auf etwa 12,5 Millionen €, zum damaligen Zeitpunkt rund 14 Millionen US-Dollar.

Die Quellen unterscheiden sich beim Einstiegspunkt. Crypto.news berichtet, der Diebstahl sei auf einen Sicherheitsvorfall vom 13. Juni 2024 beim Operator-Vertrag von Holograph gefolgt, bei dem ein ehemaliger Auftragnehmer mit administrativem Zugriff bösartige Anweisungen eingeschleust habe. Crypto Briefing beschreibt die Änderung als Eingriff in die Prägeregeln und merkt an, dass ein Post-Mortem von Holograph und Halborn aus dem Juli 2024 einen separaten Exploit mit 1 Milliarde HLG auf der Mantle-Chain einem verärgerten früheren Auftragnehmer zugeschrieben habe. Beide Darstellungen verweisen auf administrativen Zugriff durch einen früheren Insider, die Quellen stimmen jedoch in der genauen Abfolge der Ereignisse nicht überein.

Festnahmen und Schadensersatz

Die Ermittlungen stützten sich auf französische und italienische Behörden, Europol und die Polizei der Cayman Islands. Ein Verdächtiger wurde in Italien festgenommen und nach Frankreich überstellt, wo der Hauptangeklagte seit September 2024 in Untersuchungshaft saß. Die beiden Komplizen erschienen ohne Haft vor Gericht.

Die Holograph Foundation hatte Schadensersatz für den Rückgang des Marktwerts von HLG gefordert und argumentiert, der Betrug habe zum Kursverfall beigetragen. Das Gericht wies die Forderung zurück und stellte keinen unmittelbaren Kausalzusammenhang fest. Crypto Briefing weist darauf hin, dass HLG bereits von etwa 0,03 $ im Mai 2024 auf 0,001 $ Ende Dezember 2024 gefallen sei, wobei der Rückgang nach dortiger Lesart den betrügerischen Handlungen vorausgegangen sei. Die Quellen stimmen im Ergebnis überein, bewerten das Gewicht der Beweise jedoch unterschiedlich.

Folgen für die Token-Governance

Die Stiftung ist auf den Cayman Islands eingetragen und Berichten zufolge handlungsunfähig; sie bereitet ihre Liquidation vor. Die abgewiesene Schadensersatzforderung nimmt Token-Inhabern eine mögliche Quelle der Rückerstattung. Der Fall zeigt zudem, dass Insider mit legitimem Zugriff Protokollregeln so umschreiben können, dass eine Code-Prüfung dies möglicherweise nicht erkennt, und dass das französische Strafrecht das Verhalten ohne krypto-spezifisches Gesetz erfasst hat. Die Feststellung zur Kausalität könnte künftige zivilrechtliche Ansprüche auf Marktschäden erschweren, sofern es nicht klarere Beweise gibt, die bestimmte Verfehlungen mit bestimmten Kursverlusten verknüpfen.

Warum das wichtig ist

Für Trader

HLG-Inhaber sehen sich einer auf die Liquidation zusteuernden Stiftung und einer abgewiesenen Schadensersatzforderung gegenüber, wodurch es kurzfristig kaum einen Auslöser für eine Erholung gibt.

Für Investoren

Der Fall zeigt, dass klassisches Betrugs- und Geldwäschestrafrecht auch Krypto-Insider erfassen kann und dass Gerichte Schadensersatz für bereits laufende Kursrückgänge möglicherweise verweigern.

Für Entwickler

Audits von Vertragscode erkennen keine Regeländerungen durch Akteure mit legitimem Admin-Zugriff. Kontrollen privilegierter Rollen und Monitoring sind daher ebenso wichtig wie die Code-Prüfung.

Dieser Artikel dient nur zur Information und stellt keine Finanzberatung dar. Vollständigen Haftungsausschluss lesen.

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