Pseudonymer Kläger beansprucht Eigentum an 3,8 Millionen ruhenden BTC nach New Yorker Fundsachenrecht

Pseudonymer Kläger beansprucht Eigentum an 3,8 Millionen ruhenden BTC nach New Yorker Fundsachenrecht

Ein pseudonymer Kläger und zwei Wyoming-LLCs haben vor dem New York Supreme Court Klage eingereicht und fordern die Rechtsinhaberschaft an 39.069 ruhenden Bitcoin-Adressen mit rund 3,8 Millionen BTC, was zu aktuellen Kursen etwa 293 Milliarden US-Dollar entspricht. Die Klage stützt sich auf eine Bewertung von unter 10 US-Dollar pro Adresse, die durch Marktdaten nicht gedeckt ist.

6. Nov. 20263 Min. Lesezeit

Verfasst von der KI-Redaktion von CoinArticle · auf Basis von 2 angegebenen Quellen. So arbeiten wir

Was die Klage verlangt

Ein als Noah Doe bezeichneter Kläger hat zusammen mit zwei Wyoming-LLCs beim New York Supreme Court beantragt, sie als rechtmäßige Eigentümer von 39.069 ruhenden Bitcoin-Adressen festzustellen. Der Fall mit dem Aktenzeichen Index No. 153119/2026 wurde am 11. März 2026 eingereicht und am 1. Mai 2026 geändert. Quellen stimmen darin überein, dass die Adressen rund 3,8 Millionen BTC halten, etwa 18 % der Bitcoin-Gesamtmenge von 21 Millionen. Galaxy Digital beziffert ihren Wert zu aktuellen Kursen auf etwa 293,5 Milliarden US-Dollar.

Die Klage gilt als erster Versuch in der US-Geschichte, Eigentum an Bitcoin auf Grundlage eines Fundsachengesetzes geltend zu machen. Die Kläger argumentieren, dass ihnen das Eigentum an drei Stichtagen zugefallen sei: am 26. Dezember 2025, am 31. März 2026 und am 14. April 2026. Grundlage dieser Daten ist die Übergabe von USB-Sticks mit den Adressen an das 17. Revier des New York Police Department sowie eine On-Chain-Benachrichtigungskampagne mit OP_RETURN-Nachrichten und einer Pressemitteilung.

Die Rechtstheorie und das Bewertungsproblem

Die Kläger stützen sich auf Artikel 7-B des New Yorker Personal Property Law, ein Gesetz für materielle verlorene Gegenstände, die ein Finder der Polizei meldet. Nach diesem Gesetz kann ein Finder nach einer Haltefrist das Eigentum erwerben, wenn sich kein Eigentümer meldet. Das Gesetz wurde bisher nie auf Kryptowährungen angewendet, und der Kläger hielt nie die privaten Schlüssel zu diesen Adressen.

Entscheidend ist die Bewertung. Die Klageschrift beruft sich auf einen nicht namentlich genannten Sachverständigen, der jede Adresse "as is" mit weniger als 10 US-Dollar taxierte, weil die Wiedererlangung der Inhalte ungewiss sei. Diese Summe würde alle 39.069 Adressen in Abschnitt 257(2) einordnen, den schnellsten Weg des Gesetzes, der das Eigentum ein Jahr nach dem Fundzeitpunkt übergehen lässt. Die On-Chain-Daten von Galaxy Digital zeigen, dass 99,9 % der Adressen BTC im Wert weit über 10 US-Dollar halten. Die Median-Adresse hält 50 BTC, etwa 3,86 Millionen US-Dollar, der Durchschnitt liegt bei 97,25 BTC, etwa 7,5 Millionen US-Dollar. CryptoSlate berichtet, dass das Gericht bei einer Bewertung zu Marktpreisen den Anspruch auf einen längeren gesetzlichen Weg mit einer mehrjährigen Haltefrist verlagern würde, was den beschleunigten Zeitplan deutlich schwerer haltbar machen würde.

Wer zu den Beklagten-Adressen gehört

Die Adressen sind keine zufällige Auswahl ruhender Coins. Galaxy Digital berichtet, dass rund 21.923 das "Patoshi"-Nonce-Muster aufweisen, einen On-Chain-Fingerabdruck, der weithin Satoshi Nakamoto zugeschrieben wird. Allein diese Adressen halten etwa 1,096 Millionen BTC, rund 84,7 Milliarden US-Dollar. Auf der Liste steht außerdem eine Adresse mit 79.957 BTC, die beim Mt.-Gox-Hack 2011 gestohlen wurden. Diese Coins unterliegen laufenden Rückforderungsverfahren und gelten nach keiner üblichen Definition als aufgegeben. Eine weitere Adresse ist eine Counterparty-Verbrennungsadresse, deren Guthaben nachweislich nicht ausgegeben werden kann.

CryptoSlate berichtet, dass nahezu alle Beklagten-Adressen im Jahr 2025 kleine Transaktionen erhielten, als eine Kampagne von Salomon Brothers mithilfe von OP_RETURN-Benachrichtigungen die Coins unter einer "Doctrine of Abandonment" beanspruchte, sofern die Eigentümer nicht innerhalb von 90 Tagen reagierten. Hunderte Adressen bewegten daraufhin Coins und wurden von der Klage ausgenommen. Die Adressen, die schwiegen, wurden zur Beklagten-Gruppe. Die Analyse von Galaxy Digital behandelt die Salomon-Kampagne im hier geprüften Material nicht direkt.

Offene Fragen

Der Fall hängt an zwei umstrittenen Punkten, die die Quellen nicht klären: ob eine öffentliche Blockchain-Adresse die gesetzliche Definition verlorenen Eigentums erfüllen kann und ob eine Bewertung unter 10 US-Dollar einem Vergleich mit den On-Chain-Guthaben standhalten kann. Zudem unterscheidet die jederzeitige Verfügungsmacht des Schlüsselinhabers über die Coins eine Adresse von einer verlorenen Wallet, die ein Finder physisch wiederfindet. Zum Stand des Quellenmaterials wurde über keine Entscheidung zum Antrag berichtet.

Warum es wichtig ist

Für Trader

Eine Entscheidung, die diese Adressen zu Marktpreisen bewertet, würde den beschleunigten Weg streichen. Ein Urteil zugunsten der Kläger könnte dagegen kurzfristige Fragen zum Angebotsdruck aufwerfen, falls Coins an Börsen transferiert werden.

Für Investoren

Der Fall prüft, ob ruhende Bitcoin als aufgegebenes Eigentum behandelt werden können. Ein solcher Präzedenzfall könnte die langfristigen Angebotsannahmen für die ältesten Bestände des Netzwerks verändern.

Für Entwickler

Anbieter von Verwahrungslösungen und Wallets sollten beachten: Würde ein Gericht ungenutzte Adressen als beanspruchbares Fundeigentum einstufen, entstünde rechtliches Risiko für jedes Protokoll, das die Inaktivität des Schlüsselinhabers nicht nachweisen kann.

Dieser Artikel dient nur zur Information und stellt keine Finanzberatung dar. Vollständigen Haftungsausschluss lesen.

Live-Kurse:Bitcoin

Ähnliche Artikel

Neueste Nachrichten