
Ukrainische Zentralbank lehnt Krypto-Gesetz ab wegen Risiken durch ausländische Token und Monopole
Die ukrainische Zentralbank hat es abgelehnt, den Gesetzentwurf Nr. 10225-d in seiner aktuellen Form vor der zweiten parlamentarischen Lesung zu unterstützen. Die Nationalbank verweist auf Risiken für die geldpolitische Souveränität, die ungleiche Behandlung ausländischer Token und mögliche Monopolisierung von Handelsplattformen.
Verfasst von der KI-Redaktion von CoinArticle · auf Basis von 2 angegebenen Quellen. So arbeiten wir
Die Position der Zentralbank
Die Nationalbank der Ukraine wird den Gesetzentwurf Nr. 10225-d in seiner aktuellen Form nicht unterstützen, wie aus einer Erklärung vom 4. November hervorgeht. Der Entwurf wird für die zweite Lesung im Parlament vorbereitet. Die Aufsichtsbehörde erklärt, sie unterstütze die Regulierung von Kryptowerten nach dem EU-Rahmenwerk MiCA, wolle aber, dass die Gesetzgeber den Vorschlag vor der Verabschiedung überarbeiten.
CoinDesk beschrieb den Einwand als Sorge um die geldpolitische Souveränität. Crypto.news, das die vollständige Erklärung geprüft hat, nannte drei konkrete Probleme, die die Zentralbank angesprochen hat, und stellte sie jeweils als Bedrohung für die Finanzstabilität oder eine wirksame Aufsicht dar.
Ausländische Token und geldpolitische Souveränität
Der zentrale Einwand der Zentralbank betrifft Bestimmungen, die es ausländisch emittierten Token ermöglichen würden, ohne ausreichende Aufsicht in den ukrainischen Markt zu gelangen. Die NBU argumentiert, dass einige dieser Vermögenswerte faktisch als elektronisches Geld fungieren könnten, während sie außerhalb einer gleichwertigen Aufsicht in ihrem Herkunftsland bleiben. Sie warnte, ein solcher Umlauf könne die geldpolitische Souveränität untergraben, die Transmission der Geldpolitik stören und Risiken für die Zahlungsinfrastruktur schaffen.
Die Aufsichtsbehörde will die Befugnis, ausländische Token vor deren Marktzugang zu prüfen und ihren Umlauf bei Bedarf einzuschränken. Außerdem fordert sie vergleichbare Befugnisse für inländische und ausländische Vermögenswerte, damit Emittenten aus dem Ausland die Anforderungen an ukrainische Unternehmen nicht umgehen können.
Lizenzierung von Handelsplattformen
Der zweite Einwand betrifft die Frage, wie die Betreiber von Krypto-Handelsplattformen durch die Nationale Wertpapier- und Börsenaufsichtskommission zugelassen würden. Die NBU erklärt, einige Bestimmungen könnten eine Monopolisierung des Marktes ermöglichen und im Zulassungsverfahren Korruptionsmöglichkeiten schaffen.
Die Position der Zentralbank zur Anzahl der Betreiber hat sich im Verlauf der Verhandlungen verschoben. Zunächst unterstützte sie eine unbegrenzte Zahl lizenzierter Betreiber, die die geltenden Anforderungen erfüllen. Später akzeptierte sie einen Kompromiss der Wertpapieraufsicht, der die anfängliche Zulassung auf drei juristische Personen beschränkte, die in einem wettbewerblichen Verfahren ausgewählt werden. Laut Crypto.news streicht die neueste Fassung diese Obergrenze und überlässt die Zahl der zulässigen Betreiber in den ersten fünf Jahren dem Ermessen der Wertpapieraufsicht. Die NBU hat klare und transparente Zulassungsregeln gefordert.
Hintergrund und parlamentarischer Stand
Der Gesetzentwurf wird seit mehreren Jahren vorbereitet. Crypto.news berichtet, dass die Werchowna Rada ihn im September 2025 in erster Lesung mit 246 Stimmen dafür und 31 dagegen gebilligt hat. Das Regelwerk umfasst steuerliche Vorschriften für Krypto-Transaktionen und Anforderungen an Anbieter virtueller Vermögenswerte. Die Einwände der Zentralbank kommen daher vor der endgültigen Abstimmung, und das Ergebnis der zweiten Lesung wird davon abhängen, ob die Gesetzgeber die von der NBU geforderten Änderungen übernehmen.
Warum es wichtig ist
Für Trader
Solange die zweite Lesung die Fragen zu ausländischen Token und zur Lizenzierung von Plattformen nicht geklärt hat, bleibt unsicher, welche Vermögenswerte und Börsen in der Ukraine tätig sein dürfen.
Für Investoren
Der ukrainische Entwurf wäre einer der ersten nationalen Rahmen in Europa nach MiCA. Wie die Souveränitätseinwände der NBU gelöst werden, dürfte daher zeigen, wie andere Regulierungsbehörden ausländische Stablecoins bewerten.
Für Entwickler
Wenn die Befugnisse der NBU zur Prüfung ausländischer Token übernommen werden, benötigen Emittenten und Börsen, die ukrainische Nutzer bedienen, möglicherweise eine Genehmigung vor dem Markteintritt, anstatt sich auf die Compliance im Herkunftsland zu verlassen.
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