
Binance fordert ArbitrumDAO zur Freigabe von 8.426 eingefrorenen ETH und 74,56 Mio. ARB nach Hack auf
Binance hat die DAO von Arbitrum aufgefordert, 8.425,997 ETH und 74,56 Millionen ARB freizugeben, die nach dem Exploit seiner Hot Wallet eingefroren wurden. Damit beginnt ein Governance-Prozess, den die Börse auf etwa sieben Wochen veranschlagt. Die zurückgeholten Vermögenswerte sollen die Reserven auffüllen, die zur Entschädigung betroffener Kunden verwendet wurden.
Verfasst von der KI-Redaktion von CoinArticle · auf Basis von 2 angegebenen Quellen. So arbeiten wir
Der Rückforderungsantrag
Binance hat am 5. November einen Vorschlag eingereicht, mit dem die Tokeninhaber der Arbitrum DAO die Rückgabe von 8.425,997 ETH und 74,56 Millionen ARB autorisieren sollen, wie aus dem Forumsbeitrag der Börse hervorgeht. Die Vermögenswerte befinden sich weiterhin an einer zwischengeschalteten eingefrorenen Adresse auf Arbitrum One, nachdem der Arbitrum Security Council sie im Anschluss an den Exploit der Hot Wallet der Börse eingefroren hatte.
Der Vorschlag befindet sich in einem frühen Stadium. Bevor eine Übertragung erfolgen kann, sind noch eine Diskussion im Forum, ein Snapshot-Temperature-Check sowie eine bindende Abstimmung onchain erforderlich.
Wie es zum Einfrieren kam
Der Security Council von Arbitrum erklärte, die Vermögenswerte am 30. Oktober um 8:08 Uhr Hongkonger Zeit eingefroren zu haben, was dem Abend des 29. Oktober in den Vereinigten Staaten entspricht. Dafür aktualisierte er vorübergehend den Inbox-Vertrag auf Ethereum, wodurch Transaktionen ermöglicht wurden, die die Mittel von einer mit dem Exploit verbundenen Adresse abzogen. Anschließend stellte er die ursprüngliche Implementierung des Vertrags wieder her.
Der Council teilte mit, dass keine Mittel anderer Nutzer oder Anwendungen betroffen seien und dass die eingefrorenen Vermögenswerte nur durch eine Governance-Abstimmung der Arbitrum DAO bewegt werden können.
Zeitplan und Governance-Anforderungen
Binance schätzt den gesamten Prozess auf rund 49 Tage: eine Woche Forumsdiskussion, eine Woche Temperature Check, zwei Wochen onchain-Abstimmung und anschließend etwa 18 Tage, bis die Rücküberweisung ausgeführt wird. Binance warnte, dass sich der Zeitplan verlängern könnte.
Die Verfassung von Arbitrum verlangt mindestens 1 Million delegierte ARB, um einen onchain-Vorschlag einzureichen. Für die Annahme sind mehr Stimmen dafür als dagegen erforderlich, zudem muss eine Beteiligungsschwelle erreicht werden. Bei verfassungsändernden Vorschlägen beträgt diese Schwelle die Hälfte der delegierten stimmberechtigten Token, mit einer Untergrenze von 150 Millionen ARB und einer Obergrenze von 450 Millionen. Der Vorschlag muss außerdem die Wartefristen sowohl auf Arbitrum als auch auf Ethereum passieren, einschließlich der Challenge-Periode des Rollups.
Bedingungen im Entwurf
Der Entwurf untersagt die onchain-Einreichung und Auslieferung, solange eine Sperrverfügung, eine gerichtliche Anordnung, ein Gerichtsbeschluss oder ein anderes rechtliches Verfahren, das die Übertragung blockiert, in Kraft ist, sofern nicht ein zuständiges Gericht dies gestattet. Binance würde ausgelieferte Vermögenswerte an seiner Rückholadresse getrennt verwahren, solange derartige Ansprüche ungeklärt sind, und konkurrierende Ansprüche auf eigene Kosten abwehren.
Vor der Einreichung muss Binance Freistellungsvereinbarungen unterzeichnen, die die Arbitrum Foundation, Offchain Labs und die Mitglieder des Security Council abdecken. Diese Vereinbarungen unterliegen dem Recht des Bundesstaates New York, Streitigkeiten werden den Gerichten des Bundesstaates und der Bundesgerichte im County New York zugewiesen.
Kundenentschädigung und Auszahlungen
Binance erklärte, dass es die Verluste betroffener Nutzer über seinen Secure Asset Fund for Users (SAFU) und die Unternehmenskasse ausgleichen werde. Die zurückgeholten Vermögenswerte könnten vorfallbedingte Verluste und Kosten decken, einschließlich der Auffüllung von Reserven, die bereits zur Entschädigung von Kunden verwendet wurden. Die Börse rechnet über den normalen Governance-Aufwand hinaus mit keinen direkten Kosten für das DAO-Budget.
In seinem achten Update zur Rückholung kündigte Binance außerdem an, dass Auszahlungen ab 4:00 UTC am 5. November schrittweise für ausgewählte Vermögenswerte auf Ethereum, BSC, Base, Tron, Polygon und Sui wieder geöffnet werden. Die Verfügbarkeit kehrt Vermögenswert für Vermögenswert zurück, sobald dieser die Sicherheitsprüfungen durchlaufen hat, Einzahlungen bleiben geöffnet.
Warum das wichtig ist
Für Trader
Das Angebot an ARB und ETH verändert sich noch nicht. Eine genehmigte Freigabe würde jedoch über mehrere Wochen rund 74,56 Millionen ARB und 8.426 ETH an Binance zurückführen. Daher lohnt es sich, die Termine von Snapshot und onchain-Abstimmung im Blick zu behalten.
Für Investoren
Der Fall stellt einen Test dar, wie eine große Börse gestohlene Mittel über eine DAO-Abstimmung zurückholt. Dies könnte ein Präzedenzfall dafür werden, wie künftige Exploits in Layer-2-Netzwerken behandelt werden.
Für Entwickler
Die vorübergehende Aktualisierung des Inbox-Vertrags, mit der die Vermögenswerte eingefroren und zurückgeholt wurden, ist ein konkretes Muster für die Sicherheitsreaktion in Layer-2-Netzwerken. Teams sollten prüfen, wie dessen Notfallbefugnisse abgegrenzt und verwaltet werden.
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