Binance-Sicherheitsvorfall löst Liquidationen von 1,57 Mrd. USD aus, Bitcoin fällt unter 77.000 USD

Binance-Sicherheitsvorfall löst Liquidationen von 1,57 Mrd. USD aus, Bitcoin fällt unter 77.000 USD

Ein angeblicher Sicherheitsvorfall bei Binance mit einem Volumen von 6,3 Mrd. USD hat laut CoinGlass-Daten starke Kursverluste bei den großen Kryptowährungen und Liquidationen von rund 1,5 Mrd. USD an gehebelten Positionen ausgelöst. Binance setzte Auszahlungen aus und erklärte, Kundenverluste zu übernehmen; bis Freitagmorgen erholten sich die Kurse teilweise.

30. Okt. 20263 Min. Lesezeit

Verfasst von der KI-Redaktion von CoinArticle · auf Basis von 2 angegebenen Quellen. So arbeiten wir

Liquidationen und Kursbewegungen

Bitcoin fiel während des Ausverkaufs am Donnerstag unter 77.000 USD und erreichte im Tagesverlauf ein Tief nahe 76.400 USD, bevor sich der Kurs erholte, laut crypto.news. Die Quellen weichen bei der Liquidationssumme voneinander ab: CoinDesk berichtete von 1,57 Mrd. USD an Liquidationen bei Krypto-Futures, während crypto.news sich auf CoinGlass-Daten berief, die rund 1,55 Mrd. USD innerhalb von 24 Stunden ausweisen. Die Differenz ist gering und dürfte auf unterschiedliche Zeitfenster der Erhebung zurückzuführen sein.

Später am Donnerstagabend bezifferten die von crypto.news zitierten Daten von The Block den Bitcoin-Kurs auf rund 76.664 USD, was einem Rückgang von etwa 4,5 % innerhalb von 24 Stunden entspricht. Ethereum verlor 5,2 % auf rund 2.190 USD, XRP büßte 7 % auf etwa 1,21 USD ein und BNB fiel um 7,1 % auf rund 698,65 USD. Bis Freitagmorgen war Bitcoin wieder in Richtung 78.500 USD gestiegen und Ethereum in Richtung 2.240 USD, beide Kurse lagen jedoch weiterhin unter den Niveaus vor dem Ausverkauf.

Wer wurde liquidiert

Long-Positionen machten den größten Teil der Verluste aus. Laut CoinGlass entfielen rund 1,34 Mrd. USD der 1,55 Mrd. USD an Liquidationen auf die Long-Seite, wobei innerhalb von 24 Stunden etwa 246.482 Trader betroffen waren. Bitcoin war laut einer separaten CoinGlass-Momentaufnahme mit rund 499 Mio. USD an Liquidationen beteiligt, Ethereum mit 358 Mio. USD.

Binance wickelte in dieser Momentaufnahme etwa 754,6 Mio. USD an Liquidationen ab, nahezu die Hälfte des Marktvolumens. Hyperliquid verzeichnete 251,4 Mio. USD und Bybit 186,5 Mio. USD. Die größte einzelne Liquidation war eine Bitcoin-Long-Position auf Binance in Höhe von rund 11 Mio. USD. Zwangsliquidationen schließen gehebelte Positionen automatisch, was während eines Kursrückgangs zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugen kann.

Der Sicherheitsvorfall bei Binance

Binance schätzte, dass Krypto-Vermögenswerte im Umfang von rund 6,3 Mrd. USD von einem Sicherheitsvorfall betroffen waren, und setzte während der Untersuchung Auszahlungen aus. Die Börse erklärte, sie werde Kundenverluste übernehmen. Später teilte sie mit, dass betroffene Vermögenswerte in Höhe von etwa 3 Mrd. USD mit Unterstützung von Branchenpartnern eingefroren worden seien und die Sicherheitsprüfungen fortgesetzt würden.

Die Blockchain-Analysefirmen TRM Labs und Elliptic brachten den Angriff mit Hackern in Verbindung, die Nordkorea zugerechnet werden. Binance hatte die Angreifer in den ersten Berichten nicht öffentlich benannt. Die Zahl von 6,3 Mrd. USD ist die Schätzung der Börse zu den betroffenen Vermögenswerten, wie sie in diesen Quellen wiedergegeben wird; der eingefrorene Betrag und die Zuordnung werden den Analysefirmen und der Börse zugeschrieben und waren im geprüften Material nicht unabhängig verifiziert.

Breiterer Marktkontext

Der Ausverkauf fiel in eine bestehende Sorge über die Geldpolitik der USA. Die US-Notenbank Federal Reserve ließ die Zinsen unverändert bei 3,75 % bis 4 %, und zwei Vertreter sprachen sich laut crypto.news für eine Zinserhöhung aus. Uniswap und Aave fielen am Donnerstag jeweils um etwa 11 %, Solana rutschte in Richtung 95 USD und Dogecoin notierte nahe 0,075 USD. Einige Leerverkäufer wurden von der Erholung überrascht: Short-Positionen machten während eines Vier-Stunden-Zeitraums am Freitag 57,3 Mio. USD der insgesamt 85 Mio. USD an Liquidationen aus.

Warum es wichtig ist

Für Trader

Gehebelte Long-Positionen machten den Großteil der Zwangsschließungen aus, weshalb Finanzierungssätze und Liquidationsniveaus an den großen Handelsplätzen genau beobachtet werden sollten, solange Auszahlungen ausgesetzt bleiben.

Für Investoren

Ein Verwahrungsvorfall bei der größten Börse nach Liquidationsvolumen wirft Fragen zum Kontrahentenrisiko auf, die weit über die unmittelbaren Kursbewegungen hinaus bestehen bleiben könnten.

Für Entwickler

Sicherheitslücken auf Börsenebene, die große Vermögenspools betreffen, sprechen für strengere Auszahlungskontrollen, Multisig-Verwahrung und klare Offenlegung von Vorfällen bei jedem Produkt, das auf zentralisierten Plattformen aufbaut.

Dieser Artikel dient nur zur Information und stellt keine Finanzberatung dar. Vollständigen Haftungsausschluss lesen.

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