
Amazon, Tesla und SpaceX stellen sich gegen OKX-ICE-Projekt zu tokenisierten Aktien
Amazon, Tesla und SpaceX haben sich einer wachsenden Liste von Unternehmen angeschlossen, die sich gegen die Pläne von OKX und ICE wenden, tokenisierte Versionen ihrer Aktien anzubieten. Eine aktualisierte Mitteilung der Handelsplattform vom 2. November beziffert die Zahl der widersprechenden Unternehmen auf 56, nach 50 in der Mitteilung vom 30. Oktober.
Verfasst von der KI-Redaktion von CoinArticle · auf Basis von 4 angegebenen Quellen. So arbeiten wir
Widersprüche erreichen 56 Emittenten
Eine aktualisierte Mitteilung des Projekts OKXICE TSV vom 2. November führt sechs neue widersprechende Emittenten auf: Tesla, SpaceX, Amazon, Netflix, Lam Research und SoFi Technologies. Damit steigt die Gesamtzahl auf 56 Unternehmen, laut Crypto.news und Decrypt. Die Zählung weicht von früheren Auswertungen ab: The Defiant hatte zum Zeitpunkt seiner Zählung Widersprüche gezählt, die 50 der ursprünglich vorgeschlagenen 63 Symbole des Projekts betreffen, und Crypto.news beziffert die ursprüngliche Auswahl auf 62 Unternehmen, von denen nun 49 widersprechen. Die Berichterstattung liefert keine Methodik, die diese Zahlen miteinander in Einklang bringt; die Differenz scheint darauf zurückzuführen zu sein, wie jede Redaktion die ursprüngliche Liste und die zusätzlichen Widersprechenden, die nicht auf dieser Liste standen, gezählt hat.
Die Widersprüche sind in Wellen eingegangen. Die Mitteilungen der Plattform zeigen 9 Widersprechende am 15. Oktober, als der erste auftauchte, 38 am 28. Oktober, nachdem Walmart beigetreten war, und 50 in der Mitteilung vom 30. Oktober, als Nvidia, Costco und Nike die größte Gruppe anführten. Fünf Mitglieder der Magnificent Seven, Amazon, Tesla, Nvidia, Microsoft und Alphabet, stehen nun auf der Liste. Crypto.news berichtet, dass sieben der widersprechenden Unternehmen nicht Teil der ursprünglichen Auswahl waren.
Regulatorischer Mechanismus
Die Widersprüche greifen im Rahmen der Innovationsausnahme der SEC, die die Behörde im September vorstellte, nachdem der Clarity Act im Senat ins Stocken geraten war. Gemäß der Anordnung der SEC muss eine Handelsplattform ein Unternehmen benachrichtigen, bevor sie eine von einem unabhängigen Dritten tokenisierte Version seiner Aktien anbietet. Widerspricht das Unternehmen innerhalb von 30 Tagen schriftlich, darf die Plattform diese Aktie nicht zum Handel anbieten. Der Widerspruch gilt nur für diese Plattform; ein widersprechendes Unternehmen kann weiterhin an anderen Tokenisierungsvereinbarungen teilnehmen oder eigene tokenisierte Wertpapiere ausgeben.
Wer nicht widersprochen hat
Dreizehn Unternehmen aus der ursprünglichen Auswahl hatten in der Mitteilung vom 2. November keinen offengelegten Widerspruch. Dazu gehören Apple, Strategy, Robinhood, Coinbase, Circle, Palantir, Super Micro Computer, ServiceNow, GE Vernova, Boeing, Home Depot, Securitize und BitGo. Securitize und BitGo hatten CoinDesk zuvor mitgeteilt, dass sie nicht widersprechen wollen. Apple gehört nun zu den wenigen Megacap-Werten ohne offengelegten Widerspruch. Die Berichterstattung lässt nicht erkennen, wie die Plattform mit Symbolen ohne offengelegte Position umgehen wird oder was sie vor Fristablauf mit umstrittenen Symbolen tun wird.
Umfang und offene Fragen
OKXICE TSV ist ein Joint Venture im Verhältnis 50:50 zwischen der Intercontinental Exchange, der Betreiberin der NYSE, und der US-Holdinggesellschaft von OKX. Geplant ist, tokenisierte US-Aktien rund um die Uhr über genehmigungspflichtige Uniswap-v4-Pools auf der XLayer-Blockchain von OKX anzubieten, gepaart mit Stablecoins wie USDC. Nutzer müssen Identitäts- und Sanktionsprüfungen bestehen und einen nicht übertragbaren Soulbound-Token halten, den die Smart Contracts der Plattform vor jeder Transaktion verifizieren.
In der Mitteilung heißt es, die Plattform könne auch von Emittenten selbst tokenisierte Aktien listen, nennt jedoch keine, und die von ihr angebotenen tokenisierten Aktien seien nicht auf den Handel allein auf OKXICE beschränkt. Unternehmen, die sich öffentlich geäußert haben, nannten Bedenken hinsichtlich Aktienkurs, Handelsvolumen, Volatilität und Verwirrung bei Anlegern. Applied Optoelectronics erklärte, es befürchte, Anleger könnten glauben, das Unternehmen habe ein Angebot genehmigt, das es nicht selbst geschaffen hat.
Warum es wichtig ist
Für Trader
Bei 56 widersprechenden Emittenten dürfte das schließlich handelbare Angebot auf OKXICE dem angekündigten kaum ähneln; daher ist mit Unsicherheit darüber zu rechnen, welche Token tatsächlich starten.
Für Investoren
Der breite Widerstand der Emittenten zeigt, dass börsennotierte Unternehmen eine Tokenisierung durch Dritte nicht ohne Zustimmung zulassen werden, was die Entwicklung tokenisierter Aktienprodukte prägen könnte.
Für Entwickler
Projekte zur Tokenisierung von Aktien benötigen eine ausdrückliche Genehmigung der Emittenten und klare Mechanismen für den Widerspruch, da Konzepte, die von einseitigen Listungen öffentlicher Aktien ausgehen, rechtliche und reputationsbezogene Risiken bergen.
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