
Bitmine kauft 8.573 ETH, während Tom Lee den Binance-Hack als Zeichen der Marktstabilität deutet
Bitmine Immersion Technologies hat im jüngsten wöchentlichen Kauf 8.573 ETH erworben, womit die Bestände auf 6.060.506 ETH steigen, etwa 4,9 % des Angebots. Vorstandschef Tom Lee argumentiert, die verhaltene Marktreaktion auf den Hack bei Binance im Umfang von rund 6,3 Milliarden US-Dollar zeige eine wachsende Widerstandsfähigkeit der Kryptomärkte, wobei sich die Quellen allerdings über die Höhe des Diebstahls und den Preisvergleich uneinig sind.
Verfasst von der KI-Redaktion von CoinArticle · auf Basis von 2 angegebenen Quellen. So arbeiten wir
Wöchentlicher Kauf und Bestände
Bitmine Immersion Technologies kaufte im jüngsten Berichtszeitraum 8.573 ETH im Wert von rund 19 Millionen US-Dollar und setzt damit eine Serie wöchentlicher Käufe fort, die begann, als das Unternehmen seine Ethereum-Treasury-Strategie am 30. Juni 2025 startete. Das Unternehmen hält nun 6.060.506 ETH, die es bei einem Referenzpreis von 2.261 US-Dollar je Münze mit etwa 13,7 Milliarden US-Dollar bewertet. Bitmine beziffert seinen Anteil auf 4,9 % der 122,2 Millionen Token umfassenden ETH-Angebotsmenge oder 99 % des Weges zu seinem erklärten Ziel, 5 % des Netzwerks zu besitzen.
Das breitere Portfolio des Unternehmens ist in Dollar-Werten geschrumpft, obwohl es weiterhin ETH anhäuft. Die Gesamtbestände von Bitmine, zu denen Bargeld, andere Token und sogenannte Moonshot-Investments gehören, sanken laut CryptoSlates Auswertung der Unternehmensmitteilungen von 17,4 Milliarden US-Dollar am 4. Oktober auf 14,5 Milliarden US-Dollar am 1. November. Zu den Beständen zählen 216 BTC, 498 Millionen US-Dollar in Bargeld und marktgängigen Wertpapieren, eine Beteiligung über 180 Millionen US-Dollar an Beast Industries und eine Position über 82 Millionen US-Dollar bei Eightco Holdings. Bitmine gibt an, dass rund 5,23 Millionen ETH, etwa 86 % der Bestände, über seine MAVAN-Plattform gestakt sind, mit einem prognostizierten jährlichen Staking-Ertrag von etwa 358 Millionen US-Dollar.
Tom Lees Einschätzung zum Binance-Einbruch
Lees Äußerungen konzentrierten sich auf den Diebstahl von schätzungsweise 6,3 bis 6,4 Milliarden US-Dollar bei Binance in der vergangenen Woche. Decrypt und CryptoSlate nennen leicht abweichende Zahlen für den Verlust, eine Diskrepanz, die die Quellen nicht auflösen. Das FBI hat den Angriff der nordkoreanischen Gruppe TraderTraitor zugeordnet, die es innerhalb von zwei Tagen identifizierte. Lee bezeichnete das Ereignis als "eine schreckliche Entwicklung", beschrieb die "relativ verhaltene" Reaktion des Marktes jedoch als "sehr konstruktiv".
Lees zentraler Vergleich bezieht sich auf Bybit, wo mit Nordkorea in Verbindung stehende Hacker im Februar 2025 1,5 Milliarden US-Dollar erbeuteten. Er sagt, ETH sei am Tag dieses Einbruchs um 8 % und innerhalb einer Woche um 20 % gefallen. Für Binance nennt er einen Rückgang von etwa 4 %. Die beiden Quellen bewerten den Vergleich unterschiedlich. CryptoSlate weist darauf hin, dass sich die 20 % bei Bybit auf eine volle Woche beziehen, die Binance-Zahl dagegen nur auf die Tage seit dem 29. Oktober, sodass die Zeiträume nicht übereinstimmen. Über dasselbe Zeitfenster gemessen ist die Binance-Bewegung ein begrenzterer Vergleich, als der Schlagzeilenkontrast nahelegt. CryptoSlates Auswertung der eigenen Preisangaben von Bitmine zeigt zudem, dass ETH zwischen dem 4. Oktober und dem 1. November um rund 17 % gefallen ist, ein längerfristiger Rückgang, den die 4-%-Zahl nicht erfasst.
Lee nennt sechs Gründe für die gedämpfte Reaktion: Binances Fähigkeit, Kundenverluste zu decken, das Ausbleiben kaskadierender DeFi-Ausfälle, das schnelle Handeln von Branchenakteuren, das Berichten zufolge potenzielle Verluste etwa halbiert habe, die rasche Zuordnung durch das FBI, die Art des Einbruchs als Kompromittierung der Unternehmensinfrastruktur statt eines Protokollfehlers sowie das, was er als frühes Anzeichen für einen beginnenden Bullenmarkt deutet. Lee hat eine offengelegte Beziehung zur Muttergesellschaft von Decrypt, Dastan, als einer ihrer Investoren.
Wiederherstellungsmaßnahmen und offene Fragen
Binance erklärte, bis zum 2. November etwa 95 % der betroffenen Vermögenswerte aus eigenen Mitteln wieder aufgefüllt zu haben, darunter aus Unternehmenskasse und Versicherungsreserven. Das Blockchain-Analyseunternehmen Elliptic verifizierte rund 2,85 Milliarden US-Dollar an eingefrorenen oder beschlagnahmten Vermögenswerten, etwa 44 % des Diebstahls, und schätzte am 2. November, dass rund 3 Milliarden US-Dollar in Adressen verblieben, die mit dem Angriff in Verbindung stehen, überwiegend als BTC und ETH. Tether und Circle gehörten zu den Emittenten, die kompromittierte Token einschränkten. Binance bemüht sich, die verbleibenden 5 % der betroffenen Kundenvermögen zu beschaffen, bei denen es sich um weniger liquide Token handelt, und plant einen weiteren Proof-of-Reserves-Snapshot für den 4. November.
Die Zahlen zu Bitmine und Binance stammen von den Unternehmen selbst oder von Drittschätzungen und sind nicht geprüft; die Quellen bestätigen unabhängig auch nicht die Behauptung, die Marktreaktion signalisiere einen dauerhaften Bullenmarkt.
Warum das wichtig ist
Für Trader
Die Vergleiche der Kursrückgänge bei Binance und Bybit verwenden unterschiedliche Zeitfenster. Kurzfristige ETH-Risiken sollten daher anhand übereinstimmender Zeiträume beurteilt werden und nicht anhand von Schlagzeilenprozenten.
Für Investoren
Bitmine akkumuliert weiter, während der Gesamtwert des Portfolios seit Anfang Oktober um rund 17 % gefallen ist. Das zeigt, dass die Renditen von Treasury-Unternehmen stark vom ETH-Preis abhängen.
Für Entwickler
Börsen-Hacks, die auf die Unternehmensinfrastruktur begrenzt bleiben, lassen protokollbasierte Vermögenswerte unberührt. Das ist relevant dafür, wie Verwahrungs- und Proof-of-Reserves-Werkzeuge gestaltet werden.
Dieser Artikel dient nur zur Information und stellt keine Finanzberatung dar. Vollständigen Haftungsausschluss lesen.




