
CoinDCX bestätigt Verlust von 16 Mio. USDT aus kompromittierten Altwallets
CoinDCX hat einen Verlust von 15,99 Mio. USDT aus Wallets eingeräumt, die im Juli 2025 kompromittiert wurden, und damit eine frühere Zurückweisung eines neuen Hacks korrigiert. Die Börse erklärt, die Kundenguthaben seien nicht betroffen, und führt den Vorfall auf bereits bekannte Kompromittierungen zurück, an deren Adressen weiterhin Einzahlungen eingingen.
Verfasst von der KI-Redaktion von CoinArticle · auf Basis von 5 angegebenen Quellen. So arbeiten wir
Die Kehrtwende
CoinDCX-Mitgründer Sumit Gupta bestätigte am Mittwoch, dass die Börse 15,99 Mio. USDT aus Wallets verloren hat, die bei einem Einbruch im Juli 2025 kompromittiert wurden, wie Crypto.news berichtet. Das Eingeständnis folgte auf die Erklärung der Börse vom 22. Oktober, in der sie bestritt, dass verdächtige Wallet-Aktivitäten einen neuen Hack darstellten. CoinDCX erklärte, die jüngsten Transfers hätten dieselben Altadressen betroffen, die bereits Monate zuvor kompromittiert worden waren, und nicht aktive Betriebswallets.
Wie Einzahlungen weiter an kompromittierte Adressen flossen
Nach dem Einbruch im Juli hatte CoinDCX seine Kunden angewiesen, auf neue Einzahlungsadressen umzusteigen, und behauptet, die kompromittierte Infrastruktur ersetzt zu haben. Laut Crypto.news schickten einige Kunden jedoch weiterhin Gelder an die alten Wallet-Adressen statt an die neuen. Diese Altwallets, die hätten außer Betrieb genommen oder gesichert werden müssen, nahmen weiter Einzahlungen entgegen, und die verschwundenen 16 Mio. USDT stammen aus dieser Restaktivität. Die Börse legte nicht offen, wie lange diese Wallets noch in Betrieb blieben oder warum sie nach dem ersten Einbruch nicht vollständig deaktiviert wurden.
Zeitablauf und betriebliche Fragen
Der Blockchain-Ermittler ZachXBT hatte am 22. Oktober erstmals auf rund 16 Mio. USD an Transfers hingewiesen, die mit CoinDCX-Adressen in Verbindung stehen, was Guptas erste Zurückweisung auslöste. Die anschließende Bestätigung von CoinDCX, dass Gelder tatsächlich aus der Infrastruktur der Börse abgeflossen sind, wenn auch aus nach dem Juli-Einbruch deaktivierten Wallets, stimmt mit der Aussage des Unternehmens überein, dass keine derzeit betriebsbereiten Mittel gefährdet waren. Die Tatsache, dass kompromittierte Wallets Monate nach dem Einbruch weiterhin für neue Kundeneinzahlungen erreichbar blieben, wirft jedoch Fragen zum Änderungsmanagement und zur Trennung von alter und aktiver Infrastruktur auf.
Auswirkungen auf Kunden und Branche
CoinDCX erklärte, alle Kundenguthaben seien sicher und von dem Verlust nicht betroffen. Das Unternehmen machte keine Angaben dazu, ob der Verlust von 16 Mio. USD von der Börse getragen oder über eine Versicherung ausgeglichen wird. Der Vorfall verdeutlicht systemische Risiken im Wallet-Management von Börsen, insbesondere das Versäumnis, Adressen nach einer bekannten Kompromittierung vollständig stillzulegen oder abzusichern, sowie die Verzögerungen bei der Erkennung und Offenlegung des Verlusts.
Warum das wichtig ist
Für Trader
Einzahlungen bei CoinDCX unterliegen nun verstärkter Prüfung; Nutzer sollten vor einer Transaktion prüfen, ob die Einzahlungsadressen mit der aktuellen Vorgabe der Börse übereinstimmen.
Für Investoren
Dass ein externer Verwahrer kompromittierte Adressen Monate nach dem Einbruch nicht vollständig stilllegen konnte, deutet auf operative und Governance-Lücken hin.
Für Entwickler
Zentralisierte Einzahlungsflüsse zu Altadressen zeigen, warum zeitgesteuerte Adressrotation und redundante Bestätigungssysteme beim Börsendesign wichtig sind.
Dieser Artikel dient nur zur Information und stellt keine Finanzberatung dar. Vollständigen Haftungsausschluss lesen.






