
EU-Unternehmen könnte 106 Mio. USD über Börsenkonten verloren haben – ZachXBT verfolgt die Route
Eine Einrichtung mit Sitz in der EU könnte laut dem On-Chain-Ermittler ZachXBT über mehrere Konten bei zentralisierten Börsen mehr als 106 Mio. USD verloren haben. Der Angreifer soll die Gelder über ETH, Instant-Swap-Dienste und Monero umgewandelt haben, was eine Rückholung erschwert.
Verfasst von der KI-Redaktion von CoinArticle · auf Basis von 2 angegebenen Quellen. So arbeiten wir
Was die Forscher nachverfolgt haben
Eine Einrichtung mit Sitz in der Europäischen Union könnte laut dem On-Chain-Ermittler ZachXBT mehr als 106 Mio. USD aus mehreren Konten verloren haben, die sie bei zentralisierten Börsen hielt. Die Summe wird als vermuteter Verlust und nicht als bestätigte Gesamtsumme dargestellt. Sowohl Crypto Briefing als auch CoinDesk führen die erste Nachverfolgung auf seine Recherche zurück.
Der Angreifer hob die Gelder vor allem als USDC und USDT ab, die an den US-Dollar gekoppelten Stablecoins, und tauschte sie anschließend in Ether (ETH). Laut der Berichterstattung erfolgte die Umwandlung in ETH kurz nach der Abhebung.
Die Route über Swaps und Privacy-Coins
Von ETH aus sollen die Gelder über Instant-Exchange-Dienste weitergeleitet worden sein, wobei Kyrrex und WellWallet als Zwischenstationen genannt werden. Diese Dienste sind auf schnelle Asset-Tauschvorgänge ausgelegt und dienten in diesem Fall als Zwischenstopps und nicht als Endziele.
Die Spur führte anschließend zu Monero (XMR), einer auf Privatsphäre ausgerichteten Kryptowährung, die Transaktionsdetails verbirgt, die die meisten öffentlichen Blockchains offenlegen. Crypto Briefing gibt an, die Recherche weise Wagyu als Plattform für diese Umwandlung aus. Der Bericht von CoinDesk beschreibt, wie der Angreifer die Mittel über Ether, Instant-Exchanges und Monero bewegte, nennt jedoch die Monero-Plattform nicht. Nach dem Monero-Schritt sollen die Gelder über Cross-Chain-Bridges weitergeleitet worden sein, also Werkzeuge, die Werte zwischen Blockchains übertragen. Elf mit dem Vorfall verbundene Adressen wurden öffentlich identifiziert.
Offene Fragen zu Opfer und Methode
Keine der beiden Quellen nennt das Opfer über die Angabe hinaus, dass es seinen Sitz in der EU hat, und keine hat offengelegt, wie der Angreifer Zugang zu den Konten erlangte. Die auf mehrere Börsen verteilten Verluste werfen die Frage auf, wie ein einzelner Einbruch oder eine Serie von Einbrüchen mehrere Plattformen erreichen konnte. Eine Erklärung wurde jedoch nicht öffentlich gemacht.
Die Schlagzeile von CoinDesk beschreibt die Angelegenheit als vermutet, und die Quellenlage stützt diese Einordnung: Die Verlustsumme wurde weder vom Opfer noch von den betroffenen Börsen unabhängig bestätigt, und Letztere sind im öffentlichen Bestand nicht identifiziert.
Rückholungsaussichten und worauf zu achten ist
Die öffentlich einsehbaren Abschnitte der Route, also die Stablecoin-Abhebungen und die ETH-Swaps, haben die Nachverfolgung ermöglicht. Die Umwandlung in Monero und das Bridge-Routing sind laut der Recherche die Stellen, an denen die öffentliche Nachverfolgung deutlich schwieriger wird und eine Rückholung kompliziert ist. Das ist ein plausibler Grund, warum der Angreifer die Gelder in diesen Kanal verschoben hat.
Drei Entwicklungen sind beobachtenswert: ob das Opfer identifiziert wird und den Einbruch erklärt, ob sich die elf markierten Adressen bewegen und den Ermittlern neue Ansatzpunkte liefern, und wie die in der Nachverfolgung genannten Börsen und Swap-Dienste reagieren. Beide Quellen weisen darauf hin, dass die Instant-Exchange-Dienste wahrscheinlich einer genaueren Prüfung unterzogen werden, wie sie mit großen, schnellen Zuflüssen aus einer markierten Quelle umgegangen sind.
Warum es wichtig ist
Für Trader
Börsenkonten und Swap-Plattformen, die auf der Route genannt werden, könnten eingefroren oder strenger geprüft werden, sodass Geschäftspartner auf diesen Plattformen mit kurzfristigen betrieblichen Einschränkungen rechnen müssen.
Für Investoren
Ein Diebstahl dieser Größenordnung, der über einen Privacy-Coin geleitet wird, macht Verwahrungs- und Sicherheitsrisiken bei Börsen als wiederkehrenden Faktor in der Plattform-Due-Diligence deutlich.
Für Entwickler
Instant-Swap-Dienste und Bridges, die große, schnelle Zuflüsse von markierten Adressen annehmen, zeigen, warum Sanktionsprüfungen und eine rasche Kennzeichnung in den Transaktionsablauf gehören.
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