
Franklin-Templeton-Chefin: Blockchains bedrohen die Gebührenerlöse der Wall Street
Franklin-Templeton-CEO Jenny Johnson sagte auf dem Proof of Talk Summit in Paris, traditionelle Finanzinstitute widersetzten sich öffentlichen Blockchains, weil diese ihre gebührenbasierten Erlöse bedrohen. Als Beleg nannte sie den tokenisierten Geldmarktfonds Benji des Unternehmens, dessen Transaktionskosten pro Vorgang von 1,30 $ im bisherigen System auf 1,13 $ auf Stellar sanken.
Verfasst von der KI-Redaktion von CoinArticle · auf Basis von 2 angegebenen Quellen. So arbeiten wir
Johnsons Argument
Franklin-Templeton-CEO Jenny Johnson sagte, traditionelle Finanzinstitute hätten die Einführung öffentlicher Blockchains verzögert, weil die Technologie ihre gebührenbasierten Erlöse untergrabe, nicht aus Skepsis gegenüber der Technologie. Auf einem Panel beim Proof of Talk Summit in Paris erklärte Johnson, Intermediäre, die bei jedem Abwicklungsschritt Transaktionsgebühren kassieren, würden diese Einnahmen verlieren, sobald Smart Contracts dieselben Funktionen günstiger ausführen könnten.
Johnson verantwortet bei Franklin Templeton Vermögenswerte in Höhe von 1,74 Billionen US-Dollar. Die Berichterstattung über ihre Äußerungen unterscheidet sich in der Darstellung: CoinDesk fasste die Position so zusammen, dass die Wall Street Blockchains fürchte, weil sie Gewinne bedrohen, während Bitcoin Magazine den Widerstand konkret als Verteidigung gebührenbasierter Erlöse beschrieb. Beide Berichte schreiben Johnson dieselbe Kernaussage zu.
Kostenzahlen von Benji
Johnson verwies auf Benji, den tokenisierten Geldmarktfonds des Unternehmens, als Beleg für die Kostenlücke. Laut Berichterstattung kostete die Verarbeitung von 50.000 Transaktionen über das bisherige System von Franklin Templeton 1,30 $ pro Transaktion, während dasselbe Volumen auf der Stellar-Blockchain 1,13 $ pro Transaktion kostete. Die Zahlen stammen von den Aussagen des Unternehmens selbst und wurden im Quellenmaterial nicht unabhängig überprüft.
Der Ausbau des Digital-Asset-Geschäfts von Franklin Templeton
Die Äußerungen fielen zeitgleich mit einer neuen Partnerschaft mit MoonPay, die institutionellen Anlegern ermöglichen wird, über einen On-Chain-Workflow zwischen Stablecoins und dem tokenisierten Fonds zu wechseln. Franklin Templeton begann 2018 mit dem Aufbau eines eigenen Teams für digitale Vermögenswerte. Benji wurde 2021 aufgelegt, nach Angaben des Unternehmens der erste in den USA registrierte Investmentfonds, der eine öffentliche Blockchain als offizielles Register für Transaktionen und Anteilseigentum nutzt. Der Fonds investiert überwiegend in US-Staatsanleihen.
Zu den Krypto-Produkten des Unternehmens gehören der Franklin Bitcoin ETF (Ticker EZBC), ein passiver Fonds, der ausschließlich Bitcoin und Bargeld hält, sowie ein separat verwaltetes Konto, das dynamisch zwischen Bitcoin und Ether allokiert.
Die Übernahme von 250 Digital
Im April 2026 kündigte Franklin Templeton Pläne an, 250 Digital zu übernehmen, eine Ausgliederung des Krypto-Venture-Unternehmens CoinFund, um eine neue Sparte namens Franklin Crypto zu bilden. Laut Quellenmaterial wurden BENJI-Token als Teil der Übernahmezahlung eingesetzt, was das Material als eine der ersten vollständig On-Chain strukturierten M&A-Transaktionen beschreibt. Die Digital-Asset-Sparte des Unternehmens soll nach Berichten etwa 1,8 Milliarden US-Dollar verwalten.
Warum es wichtig ist
Für Trader
Die On-Chain-Übernahmezahlung in BENJI-Token und der Stablecoin-Workflow mit MoonPay könnten institutionelle Kapitalflüsse anziehen, obwohl kein unmittelbarer Kurseffekt gemeldet wird.
Für Investoren
Dass ein großer traditioneller Vermögensverwalter die Erosion der Gebühren öffentlich als Haupthindernis für die Verbreitung von Blockchains darstellt, zeigt, wie etablierte Anbieter ihre Tokenisierungsstrategien in den kommenden Jahren ausrichten könnten.
Für Entwickler
Der berichtete Kostenvergleich mit Stellar und die in BENJI denominierte M&A-Zahlung liefern Infrastrukturteams einen konkreten Produktionsreferenzwert für den Betrieb institutioneller tokenisierter Fonds.
Dieser Artikel dient nur zur Information und stellt keine Finanzberatung dar. Vollständigen Haftungsausschluss lesen.






