KuCoin verlässt Russland und Belarus, MEXC und Bitget treffen ähnliche Entscheidungen
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KuCoin verlässt Russland und Belarus, MEXC und Bitget treffen ähnliche Entscheidungen

KuCoin kündigte am 29. Oktober an, alle Dienste in Russland und Belarus mit sofortiger Wirkung einzustellen; individuelle Auszahlungsfristen werden den betroffenen Nutzern mitgeteilt. Der Schritt folgt auf ähnliche Rückzüge von MEXC am 20. Oktober und Bitget am 16./17. Oktober, eine Abfolge, die auf EU-Sanktionsmaßnahmen gegen mit Russland verbundene Krypto-Dienste folgt.

30. Okt. 2026Aktualisiert am 1. Nov. 20264 Min. Lesezeit

Verfasst von der KI-Redaktion von CoinArticle · auf Basis von 3 angegebenen Quellen. So arbeiten wir

Was KuCoin bekanntgab

KuCoin erklärte in einer offiziellen Mitteilung vom 29. Oktober, dass es die Dienste für Nutzer in Russland und Belarus einstellt, mit sofortiger Wirkung und unter Einschluss seines gesamten Angebots in beiden Ländern. Kunden erhalten einen Abwicklungsprozess sowie individuelle Mitteilungen, in denen die Fristen für das Schließen von Positionen und das Abheben von Vermögenswerten festgelegt sind.

Die Mitteilung nennt keine einheitliche Auszahlungsfrist und gibt weder an, wie viele Konten betroffen sind, noch welchen Wert deren Bestände haben. Nutzer, die keine Benachrichtigung erhalten haben, werden darauf hingewiesen, dass sie aufgrund dieser Mitteilung nichts unternehmen müssen, ihre Konten jedoch weiterhin den Nutzungsbedingungen von KuCoin unterliegen.

KuCoin nannte als Grund die Einhaltung anwendbarer gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen. Es bezeichnete weder eine bestimmte Sanktionsliste, eine Lizenzauflage noch eine behördliche Anordnung als Auslöser, und die Mitteilung nennt keine einzelne Vollstreckungsanordnung als alleinige Grundlage für die Entscheidung.

Was die Kontoschließung umfasst

Ein Konto kann mehr enthalten als Vermögenswerte, die sofort an einen anderen Ort übertragen werden können. Offene Orders, geliehene Mittel oder Positionen müssen unter Umständen geschlossen werden, bevor ein verbleibendes Guthaben abgehoben werden kann. Das genaue Verfahren hängt vom jeweiligen Produkt und vom Stand des jeweiligen Kontos ab. Eine allgemeine Seite mit Nutzungsbedingungen ersetzt nicht die Mitteilung, die für eine bestimmte Schließung gilt. Kunden werden daher an ihren Konto-Kontakt verwiesen, um die konkreten Schritte sowie die während der Abwicklung noch verfügbaren Vermögenswerte und Netzwerke zu erfahren.

Eine Abfolge von Rückzügen

KuCoin ist die dritte große Börse innerhalb weniger Wochen, die ankündigt, beide Märkte zu verlassen. MEXC teilte in einem Service-Update vom 20. Oktober mit, dass es im Rahmen seiner globalen Compliance-Bemühungen die Dienste in Russland und Belarus einstellen werde, neun Tage vor der Ankündigung von KuCoin. Auch MEXC nannte keine bestimmte regulatorische Anordnung als Grundlage seiner Entscheidung.

Bitget handelte früher. Seine Nutzungsbedingungen mit Datum vom 16. Oktober führen Russland und Belarus unter den verbotenen Rechtsordnungen auf. In einer Erklärung vom 17. Oktober beschrieb Bitget die Schließungen als "einmalige Maßnahme nur für bestimmte Nutzer" und erklärte, seine Plattform werde weiterhin betrieben, wobei betroffene Kunden eigene Fristen erhalten. Die Quellen unterscheiden sich darin, wie der Umfang bei Bitget einzuordnen ist: Die Erklärung stellt die Maßnahme als begrenzt dar, während die Nutzungsbedingungen eingeschränkte Nutzer weit definieren, nämlich als alle Personen, die in einer verbotenen Rechtsordnung wohnen, ansässig sind oder tätig sind.

Bei allen drei Börsen hat keine eine einheitliche Auszahlungszeitplanung für alle betroffenen Konten veröffentlicht, und keine hat aggregierte Zahlen zu Nutzern oder Vermögenswerten offengelegt.

Europäischer Sanktionskontext

Die Rückzüge folgen auf europäische Maßnahmen gegen Krypto-Dienste, die mit der Umgehung russischer Sanktionen in Verbindung stehen. Am 23. Juli verabschiedete der Rat der Europäischen Union sein 21. Sanktionspaket, das Transaktionsverbote auf 14 krypto-bezogene Dienstleistungsplattformen mit Sitz in Georgien, Panama, den Vereinigten Arabischen Emiraten, den Marshallinseln, Kirgisistan und Belarus ausweitete. Das Paket führte außerdem die Möglichkeit eines vollständigen Verbots von Krypto-Dienstleistungen aus Drittstaaten ein und enthielt vier Benennungen im Zusammenhang mit dem grenzüberschreitenden A7-Netzwerk.

Die Quellen stellen keinen direkten kausalen Zusammenhang zwischen diesem Paket und den Entscheidungen der Börsen her. Die Mitteilung von KuCoin nennt das Juli-Paket nicht als Grundlage für seinen Rückzug, und auch MEXC und Bitget erwähnten es nicht.

Hintergrund zur Compliance-Historie von KuCoin

Der Rückzug erfolgt vor dem Hintergrund eines früheren Vollstreckungsverfahrens. Die Betreibergesellschaft von KuCoin, Peken Global Limited, bekannte sich am 2. Januar in einem US-Verfahren schuldig, und die frühere Einigung verlangte einen weiteren Marktrückzug. Die Quellen erläutern nicht, wie diese Einigung auf die aktuelle Entscheidung anwendbar ist, und die Mitteilung von KuCoin vom 29. Oktober verweist nicht darauf.

KuCoin warnte Kunden, aufgrund von Phishing-Risiken ausschließlich über offizielle Kanäle zu kommunizieren. MEXC gab eine ähnliche Warnung heraus, wonach seine Mitarbeiter niemals über private Nachrichten Zahlungen, Zugangsdaten, Seed-Phrases oder Vermögensübertragungen anfordern würden.

Prüfung der Rechtsordnung und Zugang

Eine Blockchain-Transaktion kann Grenzen überschreiten, ohne dass sich ihr technisches Format ändert. Die Beziehung einer Börse zu einem Kunden hängt jedoch von den juristischen Personen, den Dienstleistungen und den rechtlichen Beschränkungen ab, unter denen sie tätig ist. Der Verlust des Zugangs zu einer Plattform ändert nichts an den Netzwerkregeln eines Tokens, kann aber verändern, wie ein Kunde mit diesem Bestand handelt, ihn umtauscht oder abhebt. Für Unternehmen, die Börsendienste einbinden, können Prüfungen der Rechtsordnung nicht einmalig beim Onboarding erledigt werden, da eine spätere Einschränkung Treasury-Operationen, wiederkehrende Überweisungen und den Zugang zu bisher genutzter Liquidität beeinträchtigen kann.

Warum es wichtig ist

Für Trader

Nutzer in Russland und Belarus sollten nach individuellen Mitteilungen ihrer Börse Ausschau halten, da die Auszahlungsfristen pro Konto und nicht öffentlich festgelegt werden.

Für Investoren

Dass drei große Börsen innerhalb weniger Wochen dieselben Märkte verlassen, deutet auf zunehmenden Compliance-Druck auf Offshore-Plattformen hin, die sanktionierte Rechtsordnungen bedienen.

Für Entwickler

Geofencing auf Börsenebene und Abwicklungsprozesse für Konten werden zu einer Standardanforderung der Compliance, weshalb Zugriffskontrollen und Daten zur Rechtsordnung von Beginn an eingeplant werden müssen.

Dieser Artikel dient nur zur Information und stellt keine Finanzberatung dar. Vollständigen Haftungsausschluss lesen.

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