
Strive holt zu Metaplanet auf: Kampf um Platz zwei der größten Bitcoin-Treasuries
Strive hält je nach Quelle und Datum zwischen 43.000 und 43.124 BTC und liegt damit rund 876 bis 1.001 BTC hinter Metaplanet auf dem zweiten Platz unter den öffentlichen Bitcoin-Treasuries. Das jüngste Wachstum stützte sich auf den Verkauf von Vorzugsaktien statt auf klassische Schulden, und die Lücke könnte sich bei der aktuellen wöchentlichen Kaufgeschwindigkeit innerhalb weniger Wochen schließen.
Verfasst von der KI-Redaktion von CoinArticle · auf Basis von 2 angegebenen Quellen. So arbeiten wir
Wo die Bestände stehen
Strive, Inc. (ASST) liegt unter den börsennotierten Bitcoin-Treasuries auf dem vierten Platz, hinter Strategy, Metaplanet und Twenty One Capital. Die beiden Quellen weichen bei der genauen Zahl voneinander ab. Crypto Briefing meldet 43.000 BTC zum 26. Oktober 2026 und schreibt, Strive brauche noch 1.001 weitere, um an Metaplanet vorbeizuziehen. Decrypt beruft sich auf eine SEC-Meldung und Daten von Bitcoin Treasuries und beziffert Strive mit 43.124 BTC nach einem Kauf von 124 BTC in der Woche vom 24. bis 30. Oktober; daraus ergibt sich ein Abstand von 876 BTC zu den 44.000 BTC von Metaplanet.
Die Abweichung dürfte auf den Zeitpunkt und den jeweiligen Stichtag der Berichterstattung zurückzuführen sein. Die Angabe von Decrypt ist präziser und die einzige, die an eine Meldung gebunden ist. Unabhängig von der Zahl liegt Strive weniger als 1.100 BTC hinter Metaplanet und etwa 390 BTC hinter Twenty One Capital, das 43.514 BTC hält.
Das jüngste Kaufmuster
Die Bestände von Strive beliefen sich Ende 2025 auf rund 7.500 BTC, das Unternehmen hat also in weniger als einem Jahr deutlich mehr als 35.000 BTC hinzugekauft. Der bisher größte Einzelschritt erfolgte im Oktober, als Crypto Briefing einen Kauf von 6.182 BTC für rund 511 Millionen US-Dollar meldet. Decrypt beschreibt die jüngste Woche anders: ein Kauf von 124 BTC für rund 10 Millionen US-Dollar zu einem Durchschnittspreis von 80.526 US-Dollar je Coin, wobei der größte Teil aus vorhandenen liquiden Mitteln statt aus neuem Kapital finanziert wurde.
Die beiden Berichte unterscheiden sich auch beim Tempo der Konkurrenz. Crypto Briefing beschreibt das Wachstum von Metaplanet im dritten Quartal 2026 als Nettozuwachs von 1.000 BTC, während Decrypt Metaplanet mit 44.000 BTC und einem erklärten Ziel von 100.000 BTC bis Ende 2026 angibt. Keine der Quellen liefert eine vollständige Quartalsaufschlüsselung für Metaplanet, der Vergleich stützt sich daher auf Bestände zu einem Stichtag.
Wie die Käufe finanziert werden
Strive hat auf klassische Schulden verzichtet. Die wichtigsten Finanzierungsinstrumente sind unbefristete Vorzugsaktien, vermarktet als SATA und SATS, sowie Ausübungen von Optionsscheinen (Warrants). Decrypt berichtet, Strive habe im Oktober in einem Angebot 7 Millionen SATS-Aktien zu je 90 US-Dollar verkauft, was rund 630 Millionen US-Dollar einbrachte. Die Aktien tragen eine jährliche Dividende von 15 % auf einen Nennwert von 100 US-Dollar, die ab dem 9. November an jedem Geschäftstag gezahlt wird. Crypto Briefing beschreibt dasselbe Instrument mit einer Dividendenrate von 15 % und merkt an, dass Warrant-Ausübungen zusätzliche Mittel eingebracht haben.
Decrypt berichtet, dass Strive am 26. Oktober ein At-the-Market-Programm für bis zu 1 Milliarde US-Dollar weiterer SATS-Aktien aufgelegt hat und dass das Unternehmen erwartet, die Dividenden vor allem über die Aufnahme zusätzlichen Kapitals zu finanzieren. Außerdem heißt es, Strive halte Dividenden für 18 Monate als Reserve vor und habe zum 23. Oktober keine Schulden gemeldet. Die Verstärkungsquote, die Vorzugsaktien und Schulden ins Verhältnis zum Bitcoin-Wert setzt, lag bei 62,7 %.
Risiken und offene Fragen
Eine Dividendenverpflichtung von 15 % ist eine erhebliche wiederkehrende Belastung. Sollte Strive diese über neue Aktienverkäufe bedienen, hängen die Käufe davon ab, dass die Nachfrage der Anleger nach den Vorzugsaktien anhält. Crypto Briefing stellt dies als Kosten für die Aktionäre dar, während die Angaben von Decrypt zur Reserve und zum At-the-Market-Programm darauf hindeuten, dass das Unternehmen über einen gewissen Puffer verfügt. Keine der Quellen beziffert, wie lange die Reserve bei anhaltenden Käufen reichen würde.
Die Unternehmensführung selbst äußert sich zurückhaltend zum Ziel. CEO Matt Cole hat laut Decrypt in einem Podcast-Auftritt im September beschrieben, dass es zwar möglich, aber nicht der Basisfall sei, das Jahr 2026 als zweitgrößter öffentlicher Halter abzuschließen. Bei dem jüngsten wöchentlichen Tempo von 124 BTC schätzt Decrypt, dass Strive Twenty One Capital in etwa vier Wochen und Metaplanet in etwa acht Wochen überholen würde, vorausgesetzt, keiner der Konkurrenten kauft mehr. Diese Projektionen sind reine Rechenbeispiele und keine Prognosen, und beide Konkurrenten kaufen ebenfalls zu.
Strategy bleibt mit 849.327 BTC der dominierende Halter, nach Angaben von Decrypt fast 20-mal so viel wie Strive. Das Rennen um Platz zwei ist daher ein Wettbewerb unter kleineren Treasuries. Crypto Briefing weist darauf hin, dass Twenty One Capital trotz Führungswechseln und einem um mehr als 80 % unter seinem Höchststand liegenden Aktienkurs näher an Metaplanet liegt als Strive.
Warum es wichtig ist
Für Trader
Wöchentliche Käufe von Strive in Höhe von 124 BTC sind im Vergleich zum täglichen Handelsvolumen gering, weshalb Treasury-Käufe allein den Kurs vermutlich kaum bewegen werden. Dennoch sollten SEC-Meldungen auf größere Blockkäufe geprüft werden.
Für Investoren
Das Rennen um Platz zwei zeigt, dass Bitcoin-Treasuries von Unternehmen zunehmend über Vorzugskapital finanziert werden, wodurch sich das Risiko auf Aktionäre verlagert, die hohe feste Dividenden zahlen.
Für Entwickler
Vorzugsaktienfinanzierung mit 15 % Dividende und At-the-Market-Programme sind Strukturen, die Teams, die Treasury- oder Renditeprodukte entwickeln, im Hinblick auf Verwässerung sorgfältig modellieren sollten.
Dieser Artikel dient nur zur Information und stellt keine Finanzberatung dar. Vollständigen Haftungsausschluss lesen.




